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Knochen und Gelenke

Welche Auswirkung hat Kieser Training auf das Sprunggelenk?

Text von Dr. Martin Weiß, Kieser Training Rosenheim

Die Bewegung unserer Füße erfolgt in den Sprunggelenken. Im oberen Sprunggelenk beugen und strecken wir den Fuß. Es besteht aus dem Sprungbein sowie dem Waden- und Schienbein, die es U-förmig umfassen. Im unteren Sprunggelenk drehen und kanten wir den Fuß nach außen und innen. Es wird aus Sprungbein, Kahnbein und Fersenbein gebildet.

Die Sprunggelenke müssen gegen hohe Belastungen gewappnet sein. Schließlich tragen sie nicht nur unser eigenes Körpergewicht. Schon beim normalen Gehen ist die Last bis zu siebenfach erhöht. Abrupte Stopps, schnelle Richtungswechsel und Sprünge erhöhen die Belastung bei Sportarten wie Fußball, Tennis, Badminton, Volleyball, Handball oder Basketball. Daher zählt das Sprunggelenk im Sport zu den verletzungsanfälligsten Körperteilen.

Stabilität erhält das Gelenk u. a. durch die Bänder. Die Außenbänder stabilisieren den äußeren Knöchel, das deltaförmige Innenband den inneren. Straffes Bindegewebe zwischen Waden- und Schienbein sichert wiederum die Sprunggelenksgabel. Stabilität geben aber auch die Muskeln. So umgreifen die Unterschenkelmuskeln – vor allem der vordere Schienbeinmuskel und der lange Wadenbeinmuskel – wie ein Steigbügel das Fußgewölbe und unterstützen es kraftvoll.

Daher ist ein Unterschenkelkrafttraining zur Fußstabilisation sinnvoll: Das Training an der neuen B3 trainiert den vorderen Schienbeinmuskel, die langen Zehenstrecker sowie die Wadenbeinmuskulatur. Diese Pronatoren heben den Fußaußenrand. Mit der B4 werden die Supinatoren trainiert: vor allem der hintere Schienbeinmuskel und die langen Zehenbeuger. Sie heben den Fußinnenrand. Die B8 trainiert die vorderen Schienbeinmuskeln – also die Muskeln, die unsere Füße auf Schritt und Tritt heben. Und die J1 trainiert die Gegenspieler – Zwillingswadenmuskel und Schollenmuskel. Diese Muskeln brauchen wir, um uns gegen die Schwerkraft abzudrücken, z. B. um uns auf die Zehenspitzen zu stellen.

Studien belegen, dass das Training der Unterschenkelmuskulatur die Stabilisation unseres Fußgelenkes – insbesondere des unteren Sprunggelenks – maßgeblich verbessert und das Verletzungsrisiko senkt (vgl. Neues aus der Wissenschaft).