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Zivilisationskrankheiten

Training beim Impingement? So gelingt’s!

In Deutschland leiden jede zweite Frau und jeder dritte Mann, die Schmerzen haben, unter Schulterbeschwerden. Besonders verbreitet ist das Impingement- bzw. Engpass-Syndrom. Doch was ist das und wie kommt es dazu?

Der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf ist per se sehr eng. Heben wir den Arm über die Horizontale, geraten die dort verlaufenden Weichteile unter Druck – z. B. die Sehnen der Rotatorenmanschette, vor allem die Sehne des Obergrätenmuskels sowie der Schleimbeutel. Kurzfristig ist das nicht schlimm. Geschieht das aber ständig, werden die Weichteile permanent gereizt, entzünden sich und werden geschädigt. Dies kann durch häufige, lang anhaltende Überkopfaktivitäten ausge­löst werden, wie dies bei Überkopfsportlern oder Malern vorkommt. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Rotatorenmanschette den Oberarmkopf nicht mehr richtig über der Gelenkpfanne zentrieren. In seltenen Fällen reißt der Obergrätenmuskel, weshalb der Oberarmkopf direkt unters Schulterdach rutscht und unter Schmerzen jede Bewegung hemmt.

All das gilt es zu verhindern. Das A und O: ein frühzeitiges Krafttraining. Wenn Sie Schulterbeschwerden haben, sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin für unsere medizinische Trainingsberatung. Mit gezielten Übungen können wir Sie bestmöglich darin unterstützen, 1. die Kompression unterm Schulterdach zu verhindern, 2. Raum zu schaffen und 3. die Belastbarkeit Ihrer Schulter zu erhöhen. In vielen Fällen gelingt es so, Beschwerden zu lindern und eine Operation zu verhindern. Noch besser ist es natürlich, durch unsere Schulterübungen vorzubeugen.

1 Kompression verhindern
Um beim Impingement weiteren Schaden abzuwenden, sollten Sie alle Überkopf-Bewegungen und Positionen (etwa im Schlaf) mit dem betroffenen Arm vermeiden. Denn diese komprimieren den ohnehin engen Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach und reizen die geschädigten, oft entzündeten Weichteile. Aus diesem Grund nehmen wir die Übungen C2, C3, E1 und E3 vorerst aus dem Programm.

2 Raum schaffen
Mit den Übungen C1 und D7 arbeiten wir daran, den Oberarmkopf muskulär nach unten zu ziehen. Das hat dekomprimierende Wirkung und schafft Platz und Entlastung unterm Schulterdach. Wichtig: Die C1 trainieren Sie beim Impingement nicht Überkopf, sondern ausschließlich mit eingeschränktem Bewegungsumfang. Sie führen die Arme maximal so weit nach oben, bis sich Ihre Hangelenke auf Stirnhöhe befinden.

3 Belastbarkeit erhöhen
Um die Schulter zu stabilisieren und belastbarer zu machen, ist es wichtig, den Oberarmkopf wieder in die richtige Position zu bringen und über der Gelenkpfanne zu zentrieren. Das gelingt mit der Stärkung der Rotatorenmanschette an der E4/5.
Ergänzend kräftigen wir Ihren Deltamuskel an der E2 sowie alle weiteren Muskeln Ihres Schultergürtels. Das gelingt z. B. mit den Übungen D6, D7, C5 und C7.
 

Text: Dr. med. Martin Weiß, Allgemeinmediziner, Chirotherapeut und Autor des Buches „Muskelkraft ist eine starke Medizin“

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