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Krafttraining

Kiesers Neue – die i-B6

Dürfen wir vorstellen? Unsere Neue: die infimetrische B6. Ihr Kurzname: i-B6. Ihre Spezialität: wirksames Training ohne Gewichtsblöcke. Ihre Mission: Sie mit Ihrem härtesten Trainingspartner zu konfrontieren: sich selbst. Ihr Ziel: das letzte aus vorder- und rückseitiger Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur herauszukitzeln. Was das Besondere an dieser Maschine ist? Das erklären unsere Experten.

Michael Koletnik
Leiter Maschinenentwicklung


Was ist die i-B6 für eine Maschine?

Es ist eine infimetrische Beinpresse. Wie die B6 stärkt sie den vierköpfigen Oberschenkelmuskel, den zweiköpfigen Schenkelbeuger, den Halb- und Plattsehnenmuskel sowie den großen Gesäßmuskel. Nur funktioniert die i-B6 im Gegensatz zur B6 ohne Gewichte und mit einer alternierenden Bewegung. Mit ihr etablieren wir in unseren Studios sowohl einen neuen Maschinentypus als auch eine neue Ausführungsmethode: das infimetrische Training.

Was bedeutet infimetrisch genau?

Es bedeutet „infinite exercise“, da die Ausführungsmöglichkeiten praktisch unbegrenzt sind. Sie können theoretisch dynamisch schnell und langsam, aber auch isometrisch trainieren. Bei einem infimetrischen Training produzieren Sie den Widerstand selbst. In diesem Fall bedeutet das: Während Sie mit einem Bein drücken, bremsen Sie mit dem anderen Bein ab.

Das heißt, die Muskeln arbeiten gegeneinander?

Richtig. Während die Muskelgruppe in einer Teilwiederholung konzentrisch arbeitet, arbeitet sie in der nächsten Teilwiederholung exzentrisch. Diese kontinuierliche Belastung reduziert die „Entspannungsphase“ im exzentrischen Teil der Bewegung. Es ist ein hochintensives Training ohne Gewichte.

Warum entwickelt Kieser Training eigene Maschinen? Gibt der Markt nicht genug her?

Wir haben einen anderen Anforderungskatalog, weshalb wir seit 2003 alle Maschinen selbst entwickeln und produzieren. Dabei geht es uns nicht um Trends. Wir wollen unseren Kunden größtmöglichen Nutzen bieten. So auch mit unserer jüngsten Entwicklung: der i-B6. Mit ihr können wir noch besser auf individuelle Bedürfnisse eingehen.

Phil Sencil
Maschineningenieur


Ist die infimetrische Methode eine Entwicklung von Kieser Training?

Nein, es ist eine zufällige Entdeckung von Arthur Jones aus den 1970er-Jahren. Als er eine Armbeugemaschine konstruierte, entdeckte er, dass ein Gewichtsblock nicht unbedingt notwendig ist, um hochintensiv zu trainieren. Jones baute damals einige Maschinen, verfolgte das Projekt allerdings nicht weiter.

Und Kieser Training hat es aufgegriffen …

Genau, nachdem wir eine Studie mit über 44 untrainierten Probanden durchgeführt hatten. Wir wollten die Frage klären, ob ein Training ohne Gewichte im Vergleich zu einem Training mit Gewichten unterschiedliche Resultate in puncto Kraftentwicklung hervorbringt. Im Ergebnis gab es keine Unterschiede. Allerdings fiel Werner Kieser auf, dass beim infimetrischen Training der Tremor von Training zu Training geringer wurde. Die Möglichkeit, damit Menschen mit Parkinson zu helfen, erschien ihm nach zahlreichen Gesprächen mit Fachleuten realistisch. Deshalb haben wir die Idee weiterverfolgt und die i-B6 entwickelt. Außerdem wollten wir mit ihr noch ein anderes Problem lösen: die ungleiche Druckverteilung, wie sie bei der Beinpresse oder Kniebeuge im Kniegelenk erzeugt wird.

Was zeichnet die i-B6 aus?

Exklusiv und neu in der Branche ist die Außenrotation (Patent angemeldet) der Fußplatten: In den letzten zehn Grad der Kniestreckung rotiert die Fußplatte nach außen. Folglich dreht sich auch das Schienbein um fünf Grad nach außen. Dadurch beabsichtigen wir, die Deckungsfläche zwischen Unter- und Oberschenkel zu erhöhen. Die positiven Effekte: Die Belastung auf das Kniegelenk soll besser verteilt werden. Außerdem zielt die Außenrotation darauf ab, die schraubenförmige Verdrehung der Kreuzbänder zu reduzieren, was ihre Anspannung herabsetzt. Insgesamt soll dies zu einer biomechanisch korrekten und schonenden Belastung des Kniegelenks führen. Ein weiterer Vorteil ist die alternierende Bewegung, die den Bewegungsradius im Vergleich zur herkömmlichen Beinpresse vergrößert. Dies und eine verbesserte Kraftkurve führen zu einer Ausschöpfung des vollen Muskelpotenzials.

Marc Breitinger
Chief Technology Officer


Die i-B6 kommt ja ohne Gewichte daher. Ist das wirksam?

Resultate deuten an, dass die Ausbelastungsintensität wichtiger ist als das eigentliche mechanische Resultat. Das Anstrengungsempfinden respektive die Bewegungsausführung bis zum Punkt des momentanen Versagens, unabhängig vom eingesetzten Widerstand, entscheidet, ob Anpassungsprozesse ausgelöst werden können oder nicht.

Ist Kieser Training nicht intensiv genug?

Nun, wichtig ist ja mal überhaupt, dass wir von intensiv sprechen. Denn das Maß Ihrer Anstrengung entscheidet, ob Sie erfolgreich trainieren oder nicht. Viele Menschen scheuen sich, tatsächlich hochintensiv zu trainieren und an die Grenzen zu gehen. Hier bietet das infimetrische Training hohen Nutzen, da die Maschine die Intensität direkt einfordert.

Wie kann ich mir das vorstellen?

Das merken Sie sofort, wenn Sie an der Maschine trainieren. Je stärker Sie mit einem Bein gegendrücken, desto intensiver wird es.

Und je intensiver, desto wirksamer?

Sofern Sie erst jetzt befähigt sind, bis zur muskulären Erschöpfung zu trainieren, ja. Sofern Sie schon immer bis an Ihre Grenzen trainiert haben, nutzen Sie das infimetrische Training, um Ihre Muskeln neu und anders anzusprechen. Letztlich variieren wir die Trainingsgestaltung und führen vor allem eine neue Form von Widerstandsübungen ein.

Dr. med. Gabriela Kieser
Ärztin


Was sagen Sie als Ärztin zur neuen Maschine?

Die i-B6 ist ein Meilenstein in der Entwicklung von Trainingsmaschinen. Die Bewegung ist physiologisch korrekter und schont das Kniegelenk. Der Bewegungsumfang ist größer als an der B6 und die Intensität höher. Außerdem ist der Widerstand feiner dosierbar und lässt sich noch besser an Ihre individuellen Möglichkeiten anpassen. Perfekt ist auch: Die i-B6 zwingt Sie zu einer korrekten Übungsausführung. Sie können nicht schummeln, indem Sie Schwung holen. Kurzum: Die i-B6 ermöglicht ein gesundes, hochwirksames, knieschonendes Training.

Für wen ist das infimetrische Training geeignet?

Für ambitionierte Menschen, die bereits die ersten Grundlagen gelegt haben und weiter voranschreiten wollen, ebenso wie für Menschen mit Beschwerden in den unteren Extremitäten. Für Ambitionierte ist es insofern spannend, da Sie sich ja selbst den Widerstand geben und somit quasi gegen sich selbst antreten. Das ist auch mental und sensomotorisch eine Herausforderung.

Wie sieht es aus, wenn ich Kniebeschwerden oder eine Arthrose habe?

Da kein Gewichtsblock angehoben wird, kann sich an der i-B6 nur ganz wenig kinetische Energie entwickeln. Ebenso ist ein schwungvolles Training praktisch nicht möglich – was für ein sicheres Training wichtig ist. Durch den selbstbestimmten Widerstand können Sie zu jedem Zeitpunkt der Bewegung einen adäquaten Trainingsreiz im schmerzfreien Bereich produzieren. In Verbindung mit der Außenrotation bietet die Maschine ein gelenkschonendes Training. Deshalb ist die i-B6 bei Kniebeschwerden, Arthrose oder auch einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes sinnvoll, sofern die Verletzung nicht akut ist und weder akute Schmerzen noch deutliche Entzündungszeichen vorliegen. Die Stärkung der gelenknahen Muskulatur stabilisiert und entlastet das Gelenk, wodurch die Beschwerden meist zurückgehen und die Belastbarkeit steigt. Wir vermuten, dass das infimetrische Training für Menschen mit Parkinson sinnvoll ist, da es die Rückkoppelung der Gehirn-Bewegungsausführung schult. Das kann eine positive Auswirkung auf den Tremor haben. Das müssen klinische Studien aber noch belegen.